Fünf skurrile Fragen zu Cognac & unsere Antworten

1. Welches ist der teuerste Cognac der Welt?

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Die teuerste Flasche Cognac ist mit einem Preis von 3,4 Mio. Dollar zugleich die teuerste Flasche Alkohol auf der ganzen Welt. Im Henri IV Dudognon Heritage befindet sich ein Liter von 100 Jahre altem Grande Champagne Weinbrand. Doch nicht nur der Inhalt ist exquisit, die Hülle dürfte viel zum exorbitanten Preis beitragen: 4 Kilogramm pures Platin und Gelbgold und 6.500 Diamanten schmücken die edle Abfüllung. Sicher ein Geschenk für absolute Superreiche – und für jeden, der noch eben ein paar Millionen in der Portokasse übrig hat.

2. Kann ich einen Cognac in der Flasche reifen lassen?

Das wird leider nicht funktionieren. Sobald der Weinbrand abgefüllt wurde, reift er nicht mehr weiter. Den Geschmack und die vielfältigen Aromen erhält der Cognac durch die Lagerung im Holzfass. Hier ist es angenehm kühl und die Spirituose hat genug Zeit, um sich verschiedene Aromen aus dem Holz zu ziehen. Dies kann viele Jahre in Anspruch nehmen, was den besonderen Charakter des Cognacs prägt.

3. Warum fahren amerikanische Rapper so auf Cognac ab?

Die Geschichte der Afro-Amerikaner und des Cognacs reicht bis in die Zeit der zwei Weltkriege zurück. So waren auch viele schwarze Soldaten im Südwesten Frankreichs stationiert. Über Jazz-Musiker wie Josephine Baker, die in den Zwischenkriegsjahren in Paris für Begeisterung sorgte, soll der Cognac auch bei den Afro-Amerikanern an Beliebtheit gewonnen haben. Der elegante, feine Cognac kam also gut an.

Zurück in den Vereinigten Staaten war natürlich Whiskey (also Bourbon oder Rye) die erste Wahl. Allerdings spielten viele Markennamen der damaligen Zeit auf den verhassten Südstaaten-Nationalismus an. Sie waren nach Anführern der Konföderierten benannt und so kam es, dass viele Afro-Amerikaner im Cognac eine fast schon rebellische Alternative zum Whiskey sahen. Natürlich lässt sich die Verbindung zwischen Rappern und Cognac nicht so einfach erklären.

Aber da es sich bei Cognac in den USA immer um ein Import-Produkt handelt, war das Marketing von Bedeutung. Die Cognac-Hersteller haben also teilweise ganz gezielt versucht, ihr Getränk bei Rap-Größen zu platzieren. Mit Erfolg: So trägt etwa ein Album von Busta Rhymes den Titel „Pass the Courvoisier“ und spielt damit auf die bekannte französische Cognac-Marke ab.




4. Soll ich Cognac auf Eis trinken?

Einfach Antwort: Nein. Genau wie guter Whisky sollte man auch erlesene Cognacs am besten pur und ohne Eis genießen. Durch die Kühlung kommt der Geschmack der Spirituose nicht so gut zur Geltung, man schmeckt also weniger. Doch genau in den vielschichtigen Aromen steckt ja die Stärke des Cognacs. Also immer ohne Eis trinken – und nach Möglichkeit aus einem Nosing-Glas oder Schwenker.

5. Wie stelle ich Cognac selbst zuhause her?

Als erstes müssen Sie in die Charente-Region in Frankreich ziehen. Denn nur Weinbrände aus dieser Gegend dürfen sich Cognac nennen. Etwas Platz im Haus brauchen sie auch, schließlich wollen Sie destillieren. Dann kaufen Sie Weißwein von den örtlichen Weinbauern. Zweifach zuhause destillieren, in geflammte Eichenholzfässer abfüllen und 2,5 bis 150 Jahre lang lagern (abhängig vom eigenen Geschmack). Dies machen Sie einfach mehrfach und haben am Ende einer bestimmten Zeitspanne eine ganze Reihe hervorragender Cognacs, die Sie nun verblenden können, um Ihren ganz eigenen Geschmack zu kreiieren. War doch alles gar nicht so schwer oder?